Symptom- und Organaufstellungen

 

In den vergangenen zehn Jahren begegneten mir in Aufstellungen ab und zu bereits die Themen „Erkrankungen“ und „Krankheitssymptome“. Welch heilsame Kraft jedoch Organaufstellungen entwickeln können, wurde mir erst vor einem Jahr richtig deutlich: Ein Klient litt unter Darmproblemen und weder schul- noch alternativmedizinische Maßnahmen wollten Besserung bringen.

In der Aufstellung dann nahm er bewusst Kontakt mit seinem Darm auf, ein sehr berührender Prozess, der an sich bereits heilend wirkte. In diesem Fall genügte es, dass sich der Klient gewissermaßen bewusst mit seinem Darm verband: Sechs Wochen später bekam ich einen Anruf von ihm mit der Mitteilung, dass es ihm gut gehe und seine Darmprobleme verschwunden wären.

Freilich ist dies nicht immer so einfach, jedoch ermutigte mich dieses Erlebnis, mich tiefer mit dem Thema Organ- und Symptomaufstellung auseinanderzusetzen.

Die seitdem durchgeführten Aufstellungen in diesem Bereich zeigen mir deutlich, dass im Hintergrund von Symptomen und Erkrankungen sehr individuelle Kräfte wirken, die von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind. Damit war auch klar, dass ich mich von der „Krankheitsdeuterei“ endgültig verabschieden konnte: Die Vorstellung, dass hinter einem bestimmten Symptom eine einzige, für jeden betroffenen Menschen gleiche Ursache stehen müsste, nach dem Motto: Diese Krankheit bedeutet, dass….

Die Aufstellungsarbeit zeigt dagegen: In einem Fall gilt es, eine Haltung oder Sichtweise auf bestimmte Dinge zu verändern. Ein anderes Mal geht es vielleicht um eine Person aus dem eigenen System, die von uns noch etwas benötigt oder von der wir noch etwas Heilsames empfangen können.

Da also jeder Mensch seinen ganz persönlichen (Heilungs-)Weg hat, bleibt die Aufstellungsarbeit frisch und lebendig.

 

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